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Premius Test-Magazin

06 TEST muss der Operateur gründlich aufklären. Allerdings ist auf der Website der Deutschen Gesellschaft der Plasti- schen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (dgpraec.de) zu lesen: „Auch bei bester Behandlung sind Enttäuschungen und Misserfolge nicht immer vermeid- bar.“ Das Zusammenspiel Arzt – Patient erfordert ein hohes Maß an Vertrauen. Erste Voraussetzung ist die best- mögliche Ausstattung der Klinik oder Praxis und die Qualifikation des behandelnden Arztes. Wieerkenneich,obichtatsächlicheinengutenarzt gefunden habe? „Patienten sollten beachten, dass die Bezeichnung ,Schön- heitschirurg῾ rechtlich nicht geschützt ist. Ein Qualitäts- merkmal ist die Bezeichnung Facharzt für Chirurgie oder Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“, sagt Dr. Nils Stechl, ärztlicher Leiter der Schönheitsklinik proaest- hetic in Heidelberg. Operationen im Gesichtsbereich kön- nen auch Fachärzte der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Fachärzte der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit der Zu- satzqualifikation plastische Operationen durchführen. Eine gute Möglichkeit, sich über die Erfolge eines Operateurs zu infor- mieren, ist das Gespräch mit zufriedenen Patienten. Deshalb sollte im Beratungsgespräch nach Referenzen gefragt werden. Aufgrund des Heilmittelwerbegesetzes ist öffentliches Marketing mit Vorher- nachher-Darstellungen von Schönheitsoperationen verboten. „Da- her sind Patienten darauf angewiesen, Referenzen vor Ort einzu- sehen. Nicht jede Klinik stellt allerdings derartiges Material zur Verfügung“, erklärt Möller vom DISQ. Positiv bei Medical harmo- nie: Dort wurde der Testperson am selben Tag ein Gespräch mit operierten Patienten ermöglicht, das eine bessere Einschätzung der praktischen medizinischen Kompetenz zuließ. „Am besten veranschaulichte Testsieger proaesthetic die möglichen Resultate“, sagt Möller. „Bei Nasenkorrekturen wurden genaue Com- putersimulationen durchgeführt, bei Fettabsaugungen zeigten die Ärzte Fotos von bisherigen Behandlungsergebnissen, und bei der Brustvergrößerung nutzten sie Testimplantate, die sich an die Kör- perform anpassten.“ Was kosten Schönheitsoperationen und wer hilft bei der Finanzierung? Schönheitsoperationen werden im Regelfall nicht von den Kran- kenkassen bezahlt. Es ist daher wichtig, sich rechtzeitig nach den Kosten zu erkundigen. Die Websites der meisten Kliniken enthalten keine Preisinformationen. Es bleibt also nur die Bitte um Auskunft per E-Mail oder im persönlichen Gespräch. Entscheidend ist immer der individuelle Schwierigkeitsgrad. Auf Portalen im Internet finden sich Durchschnittspreise von etwa 2 000 Euro für eine Lidkorrektur bis 10 000 Euro für ein Facelifting. Viele Kliniken bieten inzwischen eine zinsgünstige Ratenzahlung an. Wer sich angesichts der hohen Preise doch dazu durchringt, so zu bleiben wie von der Natur vorgesehen, kann eine äußerst geistreiche Gesinnungsgenossin ins Feld führen. Goethes Freundin Madame de Stael war keine Schönheit, besaß aber wunderschöne Arme und einen tollen Busen. Beides trug sie mit freizügigen Kleidern so oft wie möglich zur Schau. Sie sagte voller Selbstbewusstsein: „Man muss sein Gesicht eben dort zeigen, wo man es hat.“ „Patienten sollten beachten, dass der Begriff ,Schönheitschirurg‘ rechtlich nicht geschützt ist.“ >>> Dr. Nils Stechl, Proaesthetic Heidelberg Behandlung mit Spritze: Botox und Hyaluron glätten Falten Liz Taylor als kleopatra 1963: Taylor galt als schönste Frau der Welt

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