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Premius Test-Magazin

D 04 TEST einen ernst zu nehmenden operativen Eingriff. Ein ausführ- liches Beratungsgespräch ist unbedingt notwendig.“ Mängel zeigtensichimTesthäufigschonbeimtelefonischenKontakt. So waren bei jedem zweiten Anruf die Aussagen nicht struk- turiert, unvollständig und nicht individuell auf den Patienten zugeschnitten. In rund 40 Prozent der Fälle stuften die Tester die telefonischen Auskünfte als nicht glaubwürdig ein. Auch die Beratung vor Ort stellte die Tester bei Weitem nicht immer zufrieden. Häufig wurden weder der Gesund- heitsstatus, die Lebens- und Arbeitssituation noch die Er- wartungen der Interessenten analysiert. Beim Schlusslicht in Sachen Beratungsgespräch, der Bonner Jungbrunnen- klinik, hatte ein Tester den Eindruck, „wie am Fließband abgearbeitet“ zu werden. Von einem besonders unange- nehmen Erlebnis berichtete eine Testperson bei Mang Me- dical Care: „Während des Gesprächs kam der Chef unan- gekündigt herein, dabei stand ich gerade halb nackt im Raum.“ Zudem sollte die potenzielle Patientin den Aufklä- rungsbogen vor Ort unterschreiben, „dabei wurden mir einige Themen aus diesem Bogen gar nicht erläutert“. Wie gefährlich sind Schönheits-OPs? Wie bei anderen Eingriffen müssen Patienten auch bei Schönheitsoperationen mit Risiken rechnen. Darüber Problemzone Bauch: Steigende Nachfrage nach Fettabsaugungen 01 02 WISSENsWERTES >>> 03 „Die Schönheit ist das Symbol aller Symbole. Sie enthüllt alles, weil sie nichts sagen will.“ >>> Oscar Wilde, Schriftsteller Botox zum lunch Die Behandlung des Gesichts mit Botulinumtoxin, kurz Botox, und Hyaluronsäure stammt wie so viele Schön- heitswellen aus den Vereinigten Staaten. Beides wird auch hierzulande immer beliebter. Neueste Trends: Botox nicht nur zum Reparieren, sondern schon zum Vorbeugen gegen Mimik- falten – am besten mal eben schnell in der Mittagspause. Ger- hard Sattler, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chi­ rurgie Deutschland e. V. (GÄCD): „Global ist der Trend, dass sich Patienten immer frühzeitiger behandeln lassen, um sich prä- ventiv vor Falten zu schützen.“ Behandlungsergebnisse seien dann exakt planbar. Besonders junge Patienten, so die GÄCD, schöpfen die Möglichkeiten von minimalinvasiven Behand- lungsmöglichkeiten aus. So könne der Alterungsprozess hi­ nausgezögert werden. Außerdem entdecken Schönheitschi­ rurgen immer neue Anwendungsbereiche für Botox. Sattler: „So können wir künftig das Gesicht in seiner Gesamtheit mo- dellieren.“ Sanft und sicher Die Mitglieder der DGÄPC sehen einen klaren Trend : Patienten bevorzugen sanfte Verfahren in der Schönheitschi- rurgie, fordern mehr Sicherheit und gute Beratung. Immer häufiger findet modernste Hightech Anwendung. Patienten interessieren sich zunehmend für schonende Eingriffe mittels Ultraschall-, Wasserstrahl- und Lasertechnologien zur Körper- formung. Diese Behandlungsmethoden hätten meist geringe Nebenwirkungen und verursachten nur kurze Ausfallzeiten, so die DGÄPC. Auch Verfahren mit körpereigenem Fett liegen im Trend. So besitzt Eigenfett nach den Prognosen verschie- dener Experten großes Potenzial, die bewährten Silikon­ implantate in der Brustvergrößerung zu ergänzen. Getrübte wahrnehmung Doch nicht immer müssen Apparate und Chirurgen helfen. Jetzt ist es bewiesen: Menschen können sich ihr Ge- genüber tatsächlich schöntrinken. Das fanden Wissenschaft- ler an der Universität Bristol heraus, wie das Journal „Alcohol and Alcoholism“ jüngst berichtete, das die Universität Oxford herausgibt. Schon nach wenigen Gläschen alkoholischer Ge- tränke stieg sowohl bei Männern als auch bei Frauen unter den Versuchsteilnehmern die Attraktivität des jeweils anderen Geschlechts, teilweise sogar die Attraktivität der eigenen Ge- schlechtsgenossinnen und -genossen. Ob sogar schon der Gedanke an Alkohol zu einer derartigen Wirkung beitragen kann, ist noch umstritten. Weitere Versuche folgen.

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