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Premius Test-Magazin

TEST 03 D ie Schönheit ist gefällig, ob sie gleich ein Geschenk des Himmels und kein selbst erworbener Wert ist.“ Dieser Meinung war Johann Wolfgang von Goethe, der da- mals wie heute kaum als Beau durchgehen würde. Doch war er zeitlebens schönen Frauen besonders zugetan. Goethe würde sich heute wundern. Für vie- le Menschen ist ihr von der Natur vorgegebenes Äu- ßeres kein Schicksal mehr, sondern lediglich ein zu optimierender Entwurf. Was die Kosmetikindustrie nicht schafft, wird mit Chirurgenhilfe perfektioniert. Von der Augenlidkorrektur über Zahnästhetik und Busenverschönerung bis hin zum Popolifting: Die Schönheitsindustrie boomt. Nach aktuellen Schät- zungen der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie (DGÄPC) legen sich in Deutsch- land jährlich etwa eine Million Menschen für die Schönheit unter das Messer. Ihr zentrales Problem: Wie findet man einen guten Chirurgen?Vorallem:WoerhaltenPatientenvoreinem Eingriff eine umfassende und verständliche Beratung? Wo wird am besten über Risiken aufgeklärt und wo finden sie freundliches und kompetentes Personal? Diese Fragen waren Gegenstand eines Tests des Deut- schen Instituts für Service-Qualität (DISQ). Unter- stützt wurde das DISQ bei dieser Studie von Dr. Klaus Müller, Chefarzt der Abteilung für Plastische und Äs- thetische Chirurgie sowie Handchirurgie in der As­ klepios Klinik Wandsbek in Hamburg. Getestet wurde die Beratungsqualität von neun großen deutschen Schönheitskliniken. Anonyme Tester führten je drei BeratungsgesprächezudenEingriffenNasenkorrektur, Brustvergrößerung und Fettabsaugung. Testpunkte waren unter anderem die Fach­kompetenz der Ärzte sowie die Servicequalität vor Ort und im telefonischen Kontakt. Testsieger wurde die Heidelberger Klinik für plastische und kosmetische Chi­rurgie Proaesthetic. Eine Schönheits-OP ist doch heutzutage wie ein Gang zum Friseur, oder nicht? „DerGangzumsogenanntenSchönheitschirurgenwird häufig fälschlicherweise so einfach und unkompliziert wie ein Friseurbesuch dargestellt“, sagt Bianca Möller, GeschäftsführerindesDISQ.„Dabeihandeltessichum 1. Platz 85,8 heidelberger Klinik proaesthetic Rang PUNKTE unternehmen 2. Platz 82,6 S-thetic 3. Platz 77,8 kö-klinik Getestet wurden insgesamt neun Kliniken an ver- schiedenen Standorten. Mit sehr gut oder gut schnitten vier Kliniken ab. Bewertungskriterien Fünf telefonische Kontakte und drei Bera- tungsgesprächevorOrtmitjederderneungetes- tetenSchönheitsklinikenbildendieBewertungsbasis des Tests. Innerhalb der drei gestestetenHauptgrup- penTelefonkontakt,QualifikationdesArztesundQua- litätdesBeratungsgesprächswurdenunteranderem getestet:Service,Ambiente,FreundlichkeitdesPerso- nals, Bedarfsanalyse, Kostentransparenz, Risikoauf- klärung sowie Kosten und Kompetenz der Beratung. 01 > Telefonischer Kontakt 10 % 02 > Qualifikation des beratenden Arztes  10 % 03 >Beratungsgespräch 80 % + + + PREMiuS INFORMIERT + + + TOP 3 TrotzGlobalisierungsinddieSchönheitside- ale weltweit noch nicht identisch. So gilt in Asien ein heller Teint als sehr anziehend. Indische Partnerschaftsanzeigen preisen Inserenten oft als hellhäutig an. In den USA und Europa ist Schlanksein die ultimativeSchönheitsdoktrin,inAfrikalegen Bräute absichtlich an Gewicht zu.

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