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hairfree Magazin 2015

16 NUR NOCH DAS HAUPTHAAR IST EROTISCH Natürlich gibt es viele Gründe für den starken Trend zur körper- lichen Haarlosigkeit. Zu den wichtigsten gehören seit Jahrtau- senden Sauberkeit, Hygiene und Gesundheit. Wo keine Haare sind, kann sich nichts Gefährliches ver- stecken, so lautete die gängige Meinung. Deshalb interpretieren Archäologen die Freude der alten Ägypter an blanker Haut – am Nil schor sich die Elite sogar die Haupthaare und ersetzte sie durch Perücken – als eine hygie- nische Maßnahme. Dieselben Gründe werden von Historikern auch für die Intimrasur von Haremsfrauen in orientalischen Kulturen angegeben, von chinesischen Sklavinnen der Kaiserzeit und koreanischen Liebesdienerinnen am Glatten und Weichen ist evolutionär, also genetisch bestimmt. Sie prägte in allen patriarchalischen Kulturen den Hang zur intimen Haarlosigkeit, zumindest der sexuell begehrten Frauen. Auch bei vielen indige- nen Völkern ist die Entfernung der Körper- bzw. Schambehaa- rung eine verbreitete kulturelle Tradition. In Teilen Südamerikas zum Beispiel werden die Scham- lippen als „vertikales Lächeln der Frau“ bezeichnet, das nicht durch die Schambehaarung versteckt werden soll. AuchimaltenGriechenland wurden Hetären unten ohne abgebildet. Die Edelprostituier- ten warben auf pompejischen Wandgemälden haarlos für ihre Verführungskünste, auch der Star der Renaissance, Albrecht Dürer, malte Adam und Eva so glatt, als ob ihnen noch kein Schamhaar sowie aztekischen Kriegern. Und Soziologen interpretieren das starke Hygienebewusstsein der Moderne als Grund für die aktuelle Lust am Blanken – in den Achseln wie im Intimbereich. Ob es allerdings wirklich die wich- tigste Ursache für die aktuelle Haarlosigkeit ist, darf bezweifelt werden. Schließlich ist der Reiz glatter, zum Streicheln und Küs- sen einladender Haut ein Teil der evolutionär bestimmten sexuellen Selektion, die den Menschen langsam, aber sicher zum nackten Affen machte. Von dem, was bei der Wand- lung vom behaarten Affen zum nackten Menschen an haarigen Flächen übrig blieb, hat heute nur noch das Haupthaar eine erotische Anziehungskraft. Die sich während der Pubertät entwickelnde Körperbehaarung verliert diesen Reiz immer mehr, denn die menschliche Freude hairfreeINSIDE

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