06.06.2014

INTERVIEW - WENN EINE MARKE „MUSKELN“ ZEIGT – Das Interview mit dem Geschäftsführer von hairfree Jens Hilbert zum Thema Erfolg, Systemqualität sowie Wachstumsrisiken eines Franchise-Systems

WENN EINE MARKE „MUSKELN“ ZEIGT – Das Interview mit dem Geschäftsführer von hairfree Jens Hilbert zum Thema Erfolg, Systemqualität sowie Wachstumsrisiken eines Franchise-Systems

1.      10 Jahre hairfree Franchise - Herr Hilbert was ist Ihr Resümee?

Tja, das kommt ja bekanntlich auf den Blickwinkel an, von welchem man eine Situation betrachtet. Mein Fazit: Ich bin überglücklich über meine Karriere und megastolz auf den gesamten Erfolg, den wir als Gesamtgruppe mit hairfree vorweisen können. Man muss bedenken, dass ich ein Junge vom Lande bin, der sich jeden Cent hart, und vor allem selbst, erarbeitet hat. Ehemals Kellner und heute führe ich ein Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern und vielen Franchise-Partnern - der Wahnsinn!

Aber ich gebe auch zu, dass der Weg als Unternehmer nicht immer einfach war und bis heute ist. Ich beschreibe das Wachstum von hairfree immer anhand eines Muskelaufbautrainings in einem Fitnessstudio. Man hat Phasen, bei denen man sich unter Schmerzen richtig anstrengen muss, um die Muskeln zum wachsen zu bringen. Zwischendurch muss man auch viel Ausdauertraining machen, um die letzten Fettpölsterchen abzutrainieren. Und leider kommt es auch vor, dass man mal übertrainiert und sich zerrt und dann wieder von vorne oder mit weniger Muskulatur anfangen muss, um Mr. Universe zu werden. Fakt ist auch, egal wie oft man in den Spiegel schaut, man findet immer wieder Makel und auch etwas zu verbessern, um eines zu erreichen: Perfektion.

2.      Interessante Veranschaulichung - Welche Zerrungen gibt es denn und welche Muskeln sind schon stark und groß?  

Beim Thema Expansion und Generationenwechsel sind wir die letzten Jahre eine risikoreiche und mutige Strategie gefahren, das hat zu Zerrungen geführt. Aus Qualitätsanspruch haben wir das Wachstum verlangsamt und selektiv expandiert. Das hat zu weniger Standorteröffnungen geführt. Nach bald 10 Jahren war auch der ein oder andere Partner nicht bereit, vom ehemaligen Sonnenstudio Nebenerwerb zum hochkonzentrierten Volldienstleister bei hairfree zu werden.

Die Zerrungen in den Waden konnten wir mit der Stärkung des Oberkörpers ausgleichen, denn wir haben trotz - wie ich sie nenne - Gesundschrumpfung die Umsätze erhöht und am Point of Sale mit einem ausgefeilten Regionalmarketing tolle Erfolge erzielt. Das Ergebnis zeigt aber, dass diese Strategie am Ende doch die richtige war, denn mit unserem nationalen Marketing holen wir gerade ziemlich auf beim Thema Expansion und die Zerrungen sind bald Schnee von Gestern. Mit den austrainierten hairfree-Muskeln stellen wir uns nun der Herausforderung, Mr. Universe zu werden, denn ich habe mit der Marke noch viel vor.

3.      Wow! Das hört sich ehrgeizig an. Was haben Sie denn noch alles vor mit der Marke hairfree?

Ich will, dass jeder Mensch hairfree kennt und ich will den Trend dauerhafte Haarentfernung durch tolle Werbekampagnen erst noch richtig lostreten. Das funktioniert natürlich nicht nur über tolle Werbekampagnen, sondern auch mit weiteren Standorteröffnungen. Da plane ich weitere 200 Standorte die nächsten 10 Jahre in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Mit dem Thema Internationalisierung befasse ich mich bereits. Hairfree ist ein Produkt, das jeder Mensch gebrauchen kann und es unterliegt keinen Trends, von daher kann man die Marke mit so vielen Potentialen noch in die verschiedensten Richtungen aufladen und groß machen.